IuM Lernwerk 7 – Informatik und Medienbildung
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Medienbogen · Durchführung und Auswertung

Maßgebliche Durchführung · Fassung 1.0 · 270 Minuten. Zusammenhang, Planungsgrundlagen und Ausgabeverzeichnis: Medienbogen - Produktionsbrief und Reihenkommentar. Noch kein tatsächlicher Kursverlauf dokumentiert. Alle Minuten sind Planungsansätze.

Vorbereitung und gemeinsame Routinen

Vor Beginn den Diagnosebefund M/T/R aus der Eingangsdiagnose lesen, sofern tatsächlich vorhanden. Bei fehlendem Befund in den ersten Erklär-/Übungsphasen konkret nachsehen: Wird ein Merkmal als Beleg genutzt? Kann eine Datei geöffnet und als Kopie gesichert werden? Ist Fallanalyse von privater Reflexion unterschieden? Diese Beobachtungen sind keine vollständige Ersatzdiagnose. Größere Brücken aus dem Jahres-Unterstützungskonto buchen.

Materialpaket lokal oder über einen schulischen Bereitstellungsweg öffnen. Lernende brauchen die fünf Aufgaben, Bilddateien und Bedienkarte. Ein bekanntes Dokument oder Heft bündelt fachliche Notizen. Kein neues Konto, keine eigene Veröffentlichung, keine privaten Social-Media-Inhalte. Lehrpersonenmaterial ist offen zugänglich, aber nicht als Arbeitsweg vor dem Erstversuch vorgesehen; dies ist eine Lernphase, kein gesicherter Test.

Vor MED-3 am tatsächlichen Schulgerät prüfen: Bilddownload, Original öffnen, Ausschnitt, Farbänderung, Kopie speichern und wieder öffnen. Editorzugang und Unterrichtsfreigabe vorab klären. Photopea ist ein dokumentierter Referenzweg, keine pauschale Datenschutz- oder Schulfreigabe. Für Offline-Unterricht einen bereits freigegebenen lokalen Editor nutzen. Eine bloße Bildbetrachtung oder Papierplanung erfüllt die Realhandlung nicht.

Jede Person benötigt eigene Bedienzeit. Bei nur einem Gerät pro Paar ist ein Wechsel innerhalb der 45 Minuten Eigenarbeit nur dann vertretbar, wenn beide eigene Varianten und Revisionen schaffen. Das ist kein gesicherter Standardansatz; sonst reale Zusatzzeit buchen. Keine gemeinsamen Dateien als doppelten Individualnachweis werten.

Vor MED-4 schulische Ansprechwege kennen und bei Bedarf nennen. Keine öffentliche Erklärung einer persönlichen Auslassung verlangen. Für Sehbeeinträchtigung sind Bildbeschreibungen und Kartentexte vorhanden; sie ermöglichen Analyse, ersetzen aber nicht automatisch die eigenständige visuelle Bildbearbeitung. Unterstützte Bedienung bzw. ein geeigneter alternativer technischer Zugang sind individuell zu vereinbaren; offen gebliebene Handlung ehrlich markieren.

Pro Aufgabe: eigener Erstversuch, kurzer Abgleich, gezielte Präzisierung und veränderter Kurzfall. Keine automatische Erfolgsanzeige. Zugangsunterstützung (Vorlesen, Vergrößern, mündlich erklären) von inhaltlicher Hilfe unterscheiden. Erfasst werden nur fachliche Belege, keine privaten Notizen.

MED-1 · Interessen und Einflusswege · 45 Minuten

Material: MED-1 - Wer lenkt unseren Blick, Projektion P1, Sicherung MED-1. Ziel: Akteure unterscheiden; Auswahl, Bewertung, Kommentare und Werbung getrennt erklären.

Zeit Handeln und Steuerung Beobachtung → nächste Hilfe
0–10 Erster Eindruck zu A/B/C; Rollen und Mechanismus am Radwerkstattbeispiel modellieren. Auf „kann“ und „vermutlich“ achten. Interesse statt Mechanismus? „Was genau sieht das Publikum – und was könnte das auslösen?“
10–20 Karten lesen; A gemeinsam untersuchen. Ein Kommentar kann eine gute Gegenfrage sein, ohne schon den Test zu widerlegen. Kommentar als Beweis? Benötigte Gegenprüfung am Deckel benennen lassen.
20–35 Jede Person bearbeitet B/C, vier Wirkungswege und Quellenwahl. Nach 5–7 Minuten zwei Zeilen stichprobenartig ansehen. Rollen vermischt? Autor und Rahmen getrennt markieren. Starke Lernende prüfen, welche Interessen nur vermutet sind.
35–45 5 min begründeter Abgleich/Präzisierung; 3 min neuer Platzierungsfall; 2 min gemeinsame Sicherung. Fehlt ein Wirkungsweg, diesen gezielt ergänzen statt alle Texte neu schreiben.

Erwartung: B: Mika erstellt; Loop wählt/verbreitet, finanziert über Werbung; Fizz bezahlt; Jugendliche als Publikum. Mögliche Interessen: Reichweite/Einnahmen/Verkauf. Sichtbar sind Werbung, Logo, Rabatt, Sportzuordnung und Kommentare. C: Redaktion und eigene Seite; Provision an Kauf geknüpft, genaue Kooperationspartner außer den Verkaufsbezügen nicht genannt. Sterne bündeln Bewertungen, ersetzen keinen eigenen Test. A ist für Dichtigkeit wegen beschriebener Bedingungen ein begründbarer erster Prüfweg, kein automatischer Sieger. Kritische Nachfrage und begrenzte Stichprobe bleiben wichtig.

Neuer Fall: Gesponserte Platzierung kann unabhängig von Likes oben stehen. Zu trennen sind bezahlte Sichtbarkeit und Bewertung/Qualität; die Qualität verlangt Testbedingungen und Belege. Wenige Likes widerlegen den Clip nicht.

Individueller Nachweis: B/C-Tabelle plus vier Mechanismen; neuer Fall als kurzer Verständnishinweis. Abschreiben der Karte allein reicht nicht. Anschluss bei verbreiteter Verwechslung „beliebt = wahr“: MED-2 beginnt mit dieser Unterscheidung im ohnehin vorgesehenen Erklärfenster.

MED-2 · Quellen gewichten · 45 Minuten

Material: MED-2 - Stimmt die Meldung, Fallakte M1–M5, Projektion P2, Sicherung MED-2. Die gesamte Fallakte ist konstruiert; „unabhängig“ beschreibt den im Fall angegebenen Entstehungsweg, nicht eine von uns tatsächlich beobachtete Schule.

Zeit Handeln und Steuerung Beobachtung → nächste Hilfe
0–10 M1/M2 lesen. Behauptung eingrenzen; Irrtum, Zuspitzung und absichtliche Irreführung unterscheiden. „Alles Fake“? Nach der einzelnen überprüfbaren Behauptung fragen.
10–20 M3–M5 erschließen. 18/20 zur tatsächlichen Frage gemeinsam rechnen und auf Bezugsgruppe beziehen. Prozentzahl blockiert? 20 Striche zeigen; Rechnen ist hier Werkzeug, nicht Hauptziel.
20–35 Fünfsätzige Redaktionsnotiz. Früh prüfen, ob M4/M5 unterschiedlich gewichtet werden. Nur „seriöser Absender“? Konkrete Belegstelle und Erkenntnisgrenze verlangen.
35–45 4 min Rückmeldung/Revision und fachlicher Sicherungssatz; 3 min Theaterfall einschließlich Kurzabgleich; 3 min geschützte Denkpause. Private Inhalte nicht erfragen. Fehlende fachliche Aussage am Fall nachsichern.

Erwartung: 18 von 20 freiwillig Befragten wünschen Öffnung in der zweiten Pause. M1 deutet sowohl die Frage als auch die Bezugsgruppe um. M4 bestätigt unabhängig die Fragestellung, weder die Strichzahl noch Repräsentativität; M5 hat keinen unabhängigen Ursprung. „Teilt das“ und der entfernte Kontext begünstigen die Weitergabe der falschen Deutung. Absicht könnte vorliegen; die Fallakte beweist nicht, wer den Ausschnitt warum erstellt hat. M2 passt zum Original, ist aber kein unabhängiger Beleg für die eigene Liste.

Mögliche Überschrift: „18 von 20 freiwillig Befragten am Kiosk wünschen längere Öffnung.“ Eine breite, passend erhobene Befragung wäre nötig, um Aussagen über die Schule zu stützen; eine aktuelle Nachfrage bei der Vertretung könnte zunächst das Original bestätigen. Diese beiden Zwecke nicht verwechseln.

Neuer Fall: Die Blogs wiederholen denselben AG-Befund. Acht von zehn freiwilligen AG-Mitspielenden sind keine 80 Prozent aller Jugendlichen. Unabhängige Recherche braucht eigene Datenerhebung oder eine andere passende Untersuchung, nicht eine dritte Kopie. Schon das Benennen einer passenden Bezugsgruppe und eines unabhängigen Wegs genügt hier.

Nachweis/Anschluss: Quellenurteil getrennt nach Beleg, Unabhängigkeit, Reichweite und Absichtsgrenze ansehen. Private Prüfroutine wird angeboten, aber nicht bewertet oder über Teilnahmehaken als erreicht verbucht. Bei fehlendem fachlichem Produkt zu Beginn des nächsten passenden Zeitfensters eine Behauptung an M3 erklären lassen; zusätzliche Zeit sichtbar buchen.

MED-3 · Eigene Bildbearbeitung · 90 Minuten

Material: MED-3 - Ein Bild zwei Geschichten, MED-3 - Bedienkarte Bildbearbeitung, Original-PNG und SVG, Projektion P3, Sicherung MED-3. Keine vorgefertigten Schülerlösungen verteilen.

Zeit Handeln und Steuerung Beobachtung → nächste Hilfe
0–15 Original betrachten, zwei Details nennen, Beobachtung/Deutung trennen. Ausschnitt demonstrieren und rückgängig machen. „Der Hof ist immer schmutzig“? Räumlichen und zeitlichen Aussageumfang klären.
15–30 Alle öffnen, schneiden, ändern Sättigung, speichern Übungskopie und öffnen erneut. Nach 7 min Dateiweg prüfen. Wenn ein grundlegender Bedienweg fehlt, kurze gezielte Demonstration; keine gesamte Designschulung.
30–35 Jede Person plant zwei Absichten samt Mitteln. Vor Plan keine fertige Variante abnehmen. Nur „schön/hässlich“? Zielgruppe und konkrete Bildmerkmale nachfragen.
35–45 A erstellen und sichern. Bei zwei Einzelstunden hier unterbrechen. A-Datei und Plan B sichtbar; Stoppsignal zwei Minuten vorher.
45–60 Bei Unterbrechung Datei wieder öffnen, dann B vom Original erstellen. B nur Kopie von A ohne neue Absicht? Plan abgleichen.
60–70 Partnerdeutung ohne bekannte Absicht, Bildbeleg, dann Planvergleich; Rollenwechsel. Beide geben und erhalten eine merkmalsbezogene Rückmeldung. Bei Ausfall Lehrperson als Gegenüber.
70–75 Jede Person plant eine begründete Revision. Rückmeldung „gut“? Konkret nach Kontextverlust oder unklarem Detail fragen.
75–82 Revision ausführen, als zusätzliche Datei exportieren, wieder öffnen und zeigen. Für mehr Kontext vom Original neu zuschneiden und Farben einstellen; abgeschnittene Pixel fehlen in der exportierten PNG. Dateiname allein reicht nicht: Unterschied im Inhalt prüfen.
82–87 Bildnotiz und Lizenz-/Änderungshinweis vervollständigen. Mittel, Wirkung und Aussagegrenze trennen.
87–90 Neuer Vereinsfoto-Fall und gemeinsamer Sicherungssatz. Ausschnitt beweist keine Stimmung aller Gäste. Gegenprüfung am Gesamtbild oder weiteren Beobachtungen.

Erwartung und Freiheit: Ein enger rechter Ausschnitt kann Papierstücke hervorheben; ein linker Ausschnitt Bank/Baum. Entsättigung kann kühler oder dokumentarischer wirken, kräftige Farben lebendiger oder künstlicher. Das sind plausible Deutungen, keine universellen Farbgesetze. Jede andere am Bild begründete Absicht ist zulässig. Original+zwei echte Varianten+echte Revision müssen vorhanden sein. Mindestens einmal Ausschnitt und einmal Farbveränderung erklären; bei Kombination beide unterscheiden. Eine Revision kann die Wirkung schärfen oder Kontext zurückgeben. „Original“ bedeutet hier unbearbeitete Ausgangszeichnung, nicht unvermittelte Wirklichkeit.

Nachweis: Lehrperson sieht eine eigene Bedienhandlung und die geöffneten Ausgaben; Bildnotiz erklärt Absicht, Mittel, fremde Rückmeldung und Änderung. Partnerprodukt nicht als individuelle Handlung verbuchen. Ein bloßer Vorher-Nachher-Dateiname oder übernommene Musterbilder umgehen das Ziel.

Fallback: Bei Geräteausfall Analyse und Plan fortsetzen; die fehlenden Realhandlungen bleiben offen. Spätere Durchführung mit tatsächlichen Minuten aus Unterstützung/Puffer dokumentieren. Keine behauptete Erfüllung der 90 Minuten bei ausgelagerter Pflichtarbeit. Anspruchsvolle zusätzliche Bildmontagen sind nicht Pflicht.

MED-4 · Rollen und Aussehensnormen · 45 Minuten

Material: MED-4 - Welche Erwartungen stecken im Bild, R1/R2 als SVG und vollständige Texte, Projektion P4, Sicherung MED-4.

Zeit Handeln und Steuerung Beobachtung → nächste Hilfe
0–10 Rollenbild/Schönheitsideal erklären; Schutzregel nennen. Fallanalyse von privaten Fragen trennen. Persönliche Bewertungen stoppen und zu Gestaltungsmerkmalen zurückführen.
10–20 R1/R2 ansehen; Größenmerkmal und Deutung an R1 gemeinsam unterscheiden. Aus Bildgröße auf tatsächliche Fähigkeit geschlossen? Darstellung/Eigenschaft trennen.
20–35 Individueller Vergleich in vier kurzen Abschnitten. Nur stereotype Rollen, keine Aussehensnorm? „Immer makellos“ als getrennten Prüfpunkt aufgreifen.
35–45 4 min Rückmeldung/Revision/Sicherung; 3 min neuer Rollenwechsel-Fall; 3 min private Denkpause oder Fallalternative. Keine privaten Inhalte einsammeln, kommentieren oder als erledigt markieren.

Erwartung: R1 koppelt Technik und sichtbare Führung an „Jungs“, Aussehen/Fotografie an „Mädchen“; Größenunterschied verstärkt die Wertung. „Immer makellos“ setzt eine unerreichbar allgemeine Norm, die Glättungskennzeichnung macht den Druck nicht automatisch unwirksam. R2 öffnet Rollen und trennt Aufgabe von Aussehen. Auch R2 zeigt nur zwei ausgewählte Personen und beweist nichts über die reale AG. Mögliche Reaktionen sind Einladung, Ablehnung, Gleichgültigkeit oder kritische Distanz; keine vermuteten individuellen Auswirkungen diagnostizieren.

Neuer Fall: Eine umgekehrte Pauschalisierung bleibt eine Festlegung. Konkrete Rollen dürfen verschieden sein; problematisch ist die Ableitung einer Fähigkeit allein aus Gruppenzugehörigkeit. Eine Antwort, die nur „Mina steuert, also gut“ sagt, braucht Nacharbeit.

Nachweis: Belege für Rollen und Aussehensnorm, mögliche Wirkung mit Grenze, begründete Redaktionsentscheidung. Persönliche Reflexion als geschütztes Angebot dokumentieren, nicht als individuell bewiesene Kompetenz. Bei Belastung unauffälliger Wechsel zum sachlichen Fall; bei Hilfebedarf schulischen vertraulichen Weg anbieten.

MED-5 · Kommunikationsweg und Social Engineering · 45 Minuten

Material: MED-5 - Welcher Weg ist sicher und passend, K1–K4, fingierte Nachricht, Projektion P5, Sicherung MED-5. Die Kürze der Antworten ist eine Entlastung; alle Kriterien bleiben erhalten.

Zeit Handeln und Steuerung Beobachtung → nächste Hilfe
0–10 Drei Merkmale erläutern. Chat kann je nach Nutzung synchron/asynchron sein. Reichweite zunächst versus Weitergabe unterscheiden. „Privater Chat = sicher“? An Speicher- und Weitergabemöglichkeit erinnern.
10–20 K1/K2 modelliert, K3/K4 selbst zuordnen, alle vier kompakt notieren. Kurzer Abgleich. Zwei vorgegebene Zeilen erklären lassen; nicht bloß Abschreiben als Diagnose werten.
20–25 Missverständnis K3: Klärungsnachricht und eine Begründung. Motiv unterstellt? Frage nach gemeinter Zustimmung statt Vorwurf anregen.
25–35 Nachricht prüfen: zwei Druckmittel, unabhängiger Weg, Hilfe nach Fehler. Antwort an den verdächtigen Absender als Prüfung? Woher stammt dein Kontrollkontakt?
35–41 Rückmeldung, gezielte Revision und Sicherung. Ein fachliches Problem pro Person rückmelden, nicht alle Texte neu schreiben.
41–45 Freundlicher neuer Fall, zwei Sätze und mündlicher Werkstattabschluss. Fehlende Drohung bedeutet keine Vertrauenswürdigkeit.

Klassifikation: K1 synchron, keine eingeschaltete Aufnahme, zunächst zwei; andere Aufzeichnung möglich. K2 asynchron, Text im Postfach, zunächst 24; weiterleitbar. K3 hier synchron, Verlauf gespeichert, zunächst vier; Kopie/Weitergabe möglich. K4 asynchron, online gespeichert, öffentlich, weitere Verbreitung möglich. Öffentliche Reichweite heißt nicht, dass tatsächlich alle erreicht werden. Eine andere Klassifikation von K3 ist nur bei einer ausdrücklich geänderten Annahme plausibel; der vorgegebene Fall sagt gleichzeitig.

Missverständnis: Fehlende Betonung/unklare Formulierung; etwa „Meinst du, dass der Entwurf so veröffentlicht werden soll, oder möchtest du etwas ändern?“ Präzise Textfrage oder kurzes Gespräch möglich. Bei Gespräch die Vereinbarung danach knapp festhalten, falls gemeinsamer Arbeitsstand nötig ist.

Nachricht: Sperrdrohung/Zehn-Minuten-Frist als Druck; Schulleitungsbehauptung als Autorität; Nichtnachfragen isoliert. Ziel: Passwortweitergabe. Nicht antworten/keine Zugangsdaten geben; über bekannten echten Schulweg IT/Lehrperson kontaktieren. Bereits geteilt: zeitnah zuständige Person informieren, Passwort im echten Dienst ändern, weitere Sicherung mit IT. Keine Schuldzuweisung. Im neuen Fall ist Hilfsbereitschaft der Hebel; Identität und Berechtigung sind weiterhin ungeprüft. Kein Anmeldecode weitergeben, über bekannten Weg klären bzw. vorgesehenen gemeinsamen Freigabeweg nutzen.

Nachweis/Engpass: Raster plus zwei Entscheidungen; Verstehen durch kurze Erklärung am neuen Fall. 15 Minuten Eigenarbeit sind knapp, deshalb kein Rollenspiel, keine Internetrecherche und keine zusätzlichen langen Nachrichten. Wenn wesentliche Antworten fehlen, Stand offen lassen und zusätzliche Unterstützung buchen.

Abdeckung der 16 Teilkriterien

Die Kennungen sind Anker des bestätigten Projektmappings, keine neue wörtliche Lehrplanwiedergabe.

ID Anker Kriterium und konkreter Ort
M01 3.2.1.1(1) Rollen unterscheiden – MED-1 B/C-Tabelle, A-Erklärung
M02 3.2.1.1(1) Interessen am Beitragsmerkmal – MED-1 Tabelle, Finanzierungshinweise
M03 3.2.1.1(2) Auswahlalgorithmus – MED-1 „Für dich“ und Grenzen des Modells
M04 3.2.1.1(2) Bewertungen, Kommentare, Werbung unterscheiden – MED-1 vier Sätze
M05 3.2.1.1(3) Herkunft, Beleg und unabhängige Prüfung – MED-2 M3/M4/M5
M06 3.2.1.1(3) Indiz ist kein Wahrheitsbeweis – MED-2 Überschrift und Absichtsgrenze
M07 3.2.1.1(4) mögliche Manipulationsabsicht und Verbreitung – MED-2 Ausschnitt, Teilaufforderung, M5
M08 3.2.1.1(4) eigener Umgang und begründete Routine – MED-2 private Denkpause; kein öffentlich bewiesener Individualnachweis
M09 3.2.5.1(1) Ausschnitt/Farbwirkung technisch und deutend vergleichen – MED-3 Übung und Bildnotiz
M10 3.2.5.1(2) zwei Absichten vorab entwerfen – MED-3 Plan
M11 3.2.5.1(2) selbst erstellen und nach Feedback revidieren – MED-3 Dateien, Bedienhandlung und Änderung
M12 3.2.1.1(5) Rollen und Schönheitsideal mit Merkmalen – MED-4 Analyse R1/R2
M13 3.2.1.1(5) geschützte Selbstreflexion – MED-4 private Denkpause, keine Offenlegung als Nachweispflicht
M14 3.2.4.2(6) Synchronität, Speicherbarkeit, Reichweite – MED-5 K1–K4
M15 3.2.4.2(7) Missverständnis und Social Engineering untersuchen – MED-5 zwei Fälle
M16 3.2.4.2(7) begründete sichere Reaktion – MED-5 unabhängige Prüfung, neuer freundlicher Fall

Sicherung, Anschluss und Rückfluss

Gemeinsamer fachlicher Ergebnisort ist Medienbogen - Sicherung. Abschnitt jeweils nach der Besprechung nutzen, nicht alles vorab abschreiben lassen. Medienbogen - Projektion bietet Materialimpulse und offene Fragen; die Erwartung steht hier. Medienbogen - Werkstattnotizen bündelt die individuellen Produkte. Private Notizen sind kein Bestandteil der Sammlung oder Übergabe.

Spätere Wiederaufnahme nach dem Medienbogen: die im Jahrgang reservierten 20 Minuten Quellenurteil mit einem dann neuen Fall. Kein Doppelbuchen in den 270 Minuten. Anschluss Daten: Bildbearbeitung wirft die Frage auf, wie Bildinformation gespeichert wird; MED-3 behauptet noch kein Pixel- oder Dateigrößenverständnis.

Nach jeder Aufgabe kurz dokumentieren: Datum/Kurs – tatsächlich genutzte Minuten – vorhandene fachliche Produkte – typische belegte Hürde – nächste konkrete Hilfe/Wiederprüfung. Fachlicher Stand: selbstständig belegt / mit fachlicher Hilfe belegt / weiterer Klärungsbedarf / nicht auswertbar. Für M08/M13 ausschließlich „geschützte Gelegenheit angeboten“, keine personenbezogene Erfüllungsliste. Keine Gesamtnote oder Rangfolge.

Praxisprotokoll zum Ausfüllen: MED-… am …; geplant … min, tatsächlich … min; ausgefallene Handlung …; Mehrzeitkonto …; beobachteter Beleg …; Hilfe …; Wiederprüfung am …; nächste Entscheidung … . Bis zur Durchführung bleiben diese Angaben leer.

Revision prüfen · Fassung 1.1

In MED-3 gehört der erneute fremde Blick auf die gespeicherte Revision in die vorhandenen fünf Minuten Bildnotiz. Die Absicht wird wieder erst danach erklärt. Jede Person belegt ihre Entscheidung mit einer Bildstelle und der tatsächlich erhaltenen Deutung. Bei bloßer Zustimmung nach dem ausschlaggebenden Detail fragen; anschließend erneut entscheiden. Eine zusätzliche Reflexionsseite entfällt. 90 Minuten, der Medienbogen insgesamt 270 Minuten, bleiben erhalten.