Briefing · Stimmt die Meldung?
Vorlesetext, Fassung eins. Keine Audiodatei.
Die Quellenprüfung dauert fünfundvierzig Minuten. Die komplette Kioskakte ist konstruiert. Ihre Quellenrollen sind klar angegeben; sie dürfen nicht als tatsächlich recherchierte Schulereignisse vorgestellt werden.
In den ersten zehn Minuten grenzen Sie die Behauptung ein und unterscheiden falsche Information von nachgewiesener Täuschungsabsicht. Die nächsten zehn Minuten gelten den Belegen. Achtzehn von zwanzig freiwillig Befragten wünschen eine Öffnung in der zweiten Pause. Die kursierende Meldung verändert die Frage und erweitert die Aussage unzulässig auf die ganze Schule.
Die unabhängige Beobachtung bestätigt nur die Frage, nicht sämtliche Zahlen oder die Qualität der Erhebung. Eine weitergeleitete Kopie der Meldung ist keine zweite Bestätigung. Diese unterschiedlichen Reichweiten müssen sichtbar werden.
In den fünfzehn Minuten Eigenarbeit schreibt jede Person ein kurzes Quellenurteil und eine sachgerechte Überschrift. Fragen Sie bei „Die Schülervertretung ist seriös“ nach der tatsächlichen Belegstelle. Bei „Das ist absichtlich gelogen“ fragen Sie, was wir über die Herstellung des Ausschnitts wissen. Die Absicht ist im Material nicht bewiesen.
Die letzten zehn Minuten enthalten vier Minuten Rückmeldung und Präzisierung, drei Minuten für den neuen Theaterfall und drei Minuten geschützte Denkpause. Beim Theaterfall sind die wiederholenden Blogs weiterhin von einer einzigen Liste abhängig. Die neue Bezugsgruppe muss ebenso kritisch geprüft werden.
Die persönliche Prüfroutine wird nicht abgegeben und nicht über einen Haken als gelungen bewertet. Lernende dürfen einen harmlosen eigenen Schulkontext wählen, still nachdenken oder beim fiktiven Fall bleiben. Ihre fachlichen Urteile stehen davon getrennt für die Rückmeldung zur Verfügung.
Anhang
Material: MED-2 - Stimmt die Meldung. Verlauf und Erwartungen: Medienbogen - Durchführung und Auswertung.
