Werbung will Aufmerksamkeit und eine bestimmte Handlung auslösen, etwa einen Kauf oder eine Anmeldung. Suche nach Absender, Angebot, Handlungsaufforderung und Kennzeichnung. „Anzeige“ oder „Werbung“ hilft bei der Einordnung.
Werbung kann neben einem Suchtreffer, im Artikel oder zwischen Spielrunden stehen. Sie kann auch wie ein gewöhnlicher Beitrag aussehen. Die Einbettung beschreibt, wo und wie sie zwischen anderen Inhalten erscheint.
Ein Beispiel
Ein Buchtipp ist nicht schon wegen eines Buchtitels Werbung. Bezahlt ein Verlag für die Platzierung, ist das ein wichtiger Hinweis.
Wichtig zu unterscheiden: Ein schöner Stil beweist keine Bezahlung; ein fehlendes Label beweist keine Werbefreiheit. Im Lernwerk sind die Fallbedingungen ausdrücklich erfunden und angegeben.
Der Inhalt sagt, was angeboten wird. Die Form lenkt, was zuerst auffällt: große Schrift, Abstand, Bild, Farbe oder eine auffällige Schaltfläche. Benenne eine konkrete Stelle und die beabsichtigte Wirkung.
Eine Einladung kann sachlich korrekt und trotzdem werbend sein. Eine begründete Erwartung lautet: „Der große Titel soll zuerst auffallen.“ Ob jemand tatsächlich kommt, weißt du dadurch noch nicht.
Ein Beispiel
Ein großer Termin hilft bei der Orientierung; eine große Überschrift ohne lesbaren Ort kann die Entscheidung erschweren.
Wichtig zu unterscheiden: Nicht jede Person reagiert gleich. Ein kurzer Lesetest belegt, was diese Person verstanden hat, keine allgemeine Werbewirkung.
Personenbezogen sind Angaben, die sich auf eine erkennbare oder mit weiteren Angaben bestimmbare Person beziehen. Dazu kann auch eine Kennnummer gehören; ein ausgeschriebener Name ist nicht nötig.
Metadaten beschreiben andere Daten oder Vorgänge, etwa Zeitpunkt und Absender einer Nachricht. Das ist eine andere Frage als der Personenbezug. Prüfe deshalb beides getrennt: Was wird beschrieben? Kann jemand einer Person zugeordnet werden?
Ein Beispiel
„Konto K7 sendet um 10:04“ beschreibt den Sendevorgang. Wenn die Schule K7 einer Person zuordnen kann, sind diese Metadaten personenbezogen.
Wichtig zu unterscheiden: Nicht jede Uhrzeit allein identifiziert jemanden. Der Zusammenhang und mögliche Zusatzinformationen entscheiden mit.
Ein Formular übermittelt eingegebene Angaben. Ein Server kann Anfragen in einem Protokoll festhalten, etwa welche Seite wann angefragt wurde. Ein Cookie ist eine kleine im Browser gespeicherte Angabe, die bei passenden späteren Anfragen mitgesendet werden kann. Eine Kennung kann helfen, Besuche zusammenzuführen.
Cookies können auch einen Warenkorb oder eine Spracheinstellung erhalten. Sie sind nicht automatisch Werbung. Eine App-Berechtigung erlaubt beispielsweise Standortzugriff; sie beweist allein noch nicht, wann die App einen Ort tatsächlich erfasst hat.
Ein Beispiel
Im erfundenen Modell steht im Cookie nur B17. Die Besuchsliste liegt beim Anbieter und wird über B17 zugeordnet.
Wichtig zu unterscheiden: Nicht jeder Dienst nutzt diese Technik, nicht jeder Cookie ist eine Kennung. Unser Modell erfasst keine echten Besuche.
Grundlage: Using HTTP cookieshttps://developer.mozilla.org/en-US/docs/Web/HTTP/Guides/Cookies
Was unterscheidet Kontext und Verlauf?
Kontextauswahl passt Werbung zum gegenwärtigen Inhalt: Neben einem Zeichenartikel könnte eine Stifteanzeige stehen. Dafür muss kein Verlauf früherer Besuche ausgewertet werden.
Verlaufsbezogene Auswahl nutzt gespeicherte frühere Vorgänge, um Interessen zu vermuten. Im Kartenmodell entscheidet eine offen gelegte Zählregel. In einem echten Dienst kennen wir diese Regel häufig nicht.
Ein Beispiel
Eine Buchanzeige kann zur aktuellen Buchseite passen oder wegen früherer Besuche gewählt sein. Das Motiv allein unterscheidet beide Erklärungen nicht.
Wichtig zu unterscheiden: Nur zwei Themen und eine Regel: keine Auktion, keine konkurrierenden Anbieter, keine vollständigen Interessen. Ein Technikmodell sagt nicht, was rechtlich erlaubt ist.
Grundlage: Using HTTP cookieshttps://developer.mozilla.org/en-US/docs/Web/HTTP/Guides/Cookies · IuM-Anhörungsfassung Gymnasium · 21.09.2026https://bildungsplaene-bw.de/site/bildungsplan-rebrush2024/get/documents_E-199802826/lsbw/Bildungsplaene/Anh%C3%B6rungsfassungen/Anh%C3%B6rungsfassung%20IUM%202026/BPBW-ALLG-GYM-IUM-AHF__Anh%C3%B6rungsfassung-2026-09-21.pdf
Wer möchte mit den Daten was erreichen?
Akteure sind beteiligte Personen oder Organisationen. Vergleiche ihr Ziel, die dafür nützlichen Daten und einen möglichen Konflikt. Im Werbefall kann ein Geschäft mehr verkaufen wollen, ein Seitenanbieter Werbeplätze finanzieren und die lesende Person passende Informationen ohne unnötige Beobachtung wünschen.
Auch Organisation und Kontrolle sind Zwecke: Eine Bibliothek verwaltet Rückgaben; eine Schule kann berechtigte Zugriffe prüfen. Zweck und Datenbedarf müssen zusammenpassen. Nutzerfreundlichkeit und Datensparsamkeit können gemeinsam gelingen, etwa durch eine lokal gemerkte Sprache.
Ein Beispiel
Eine Veranstaltungsleitung braucht vielleicht die Zahl der Teilnehmenden; ein privates Foto ist dafür nicht automatisch nötig.
Wichtig zu unterscheiden: Ein Interesse beweist keine Täuschung und rechtfertigt nicht jede Erhebung. Prüfe die konkrete Situation statt alle Beteiligten pauschal gut oder schlecht zu nennen.
Grundlage: IuM-Anhörungsfassung Gymnasium · 21.09.2026https://bildungsplaene-bw.de/site/bildungsplan-rebrush2024/get/documents_E-199802826/lsbw/Bildungsplaene/Anh%C3%B6rungsfassungen/Anh%C3%B6rungsfassung%20IUM%202026/BPBW-ALLG-GYM-IUM-AHF__Anh%C3%B6rungsfassung-2026-09-21.pdf · Datenschutzgrundlagen: Personenbezug und Zweckhttps://www.edpb.europa.eu/sme/learn-the-basics/data-protection-basics_de
Wie wird aus Text eine Werbekarte?
Lege zuerst Zielgruppe und gewünschte Handlung fest. Formuliere wahrheitsgemäß. Ordne Titel, Angebot und praktische Angaben so, dass sie gut zu finden sind. Wähle eine eigene einfache Form oder Zeichnung, die zum Inhalt passt.
Markiere den Text, bevor du Schriftgröße oder Hervorhebung änderst. Kopieren legt die Auswahl in die Zwischenablage; Einfügen setzt sie an den gewählten Ort. Sichere eine erste Fassung, bevor du sie gezielt verbesserst.
Ein Beispiel
Die Karte wirbt für einen erfundenen Büchertausch. Eine gezeichnete Buchform unterstützt den Inhalt; Ort und Termin müssen auch klein lesbar bleiben.
Wichtig zu unterscheiden: Bedienwege hängen vom Schulwerkzeug ab. Eine Beschreibung des Klicks oder ein Papierplan ersetzt die tatsächliche Gerätehandlung nicht.
Informationelle Selbstbestimmung betrifft den Umgang mit Angaben über die eigene Person. Frage: Wozu werden welche Daten benötigt, wer erhält sie, was ist freiwillig und welche Alternative gibt es? Nicht jede schulische Verarbeitung ist eine frei wählbare Einwilligung. Bei Unklarheit fragst du die Lehrperson.
Für Kinder und Jugendliche gelten besondere Schutzregeln: Online-Plattformen dürfen keine Werbung anhand eines Profils aus personenbezogenen Daten zeigen, wenn sie hinreichend sicher wissen, dass die betreffende Person minderjährig ist. Unser Verlaufsmodell verwendet deshalb einen erfundenen Erwachsenen und ist keine Erlaubnis für Tracking.
Ein Beispiel
Du kannst vor einer freiwilligen Fotoabgabe fragen, wer das Bild sehen kann und ob ein Text ohne Foto genügt.
Wichtig zu unterscheiden: Keine privaten Einstellungen vorzeigen oder eigenmächtig Schulregeln ändern. Das Fachurteil am neutralen Fall ist überprüfbar; deine persönliche Reflexion bleibt bei dir.